Fla-Raketenkomplex 9K32

 

Fla-Rakete 9M32

Schnittmodell einer Rakete 9M32 und des Startrohrs 9P58 beim Tag der offenen Tür des Flugabwehrkanonenpanzerbattaillons 12 in Hohenmölsen, Dabei sind sehr gut die auch in der Zeichnung dargestellten Hauptbestandteile der Rakete erkennbar.Foto: R. Wagner, 2006 

Der IR Zielsuchlenkkopf empfängt die Infrarotstrahlung des Luftziels, bestimmt den Fehlerwinkel zwischen der Längsachse der Fla-Rakete und der Strecke Fla-Rakete-Ziel und erzeugt die für die Lenkung erforderlichen Fehlersignale.    

1 ballistische Haube
2- Gehäuse der Fla-Rakete,
3- Magnetspiegel
4- Gegenspiegel
5- Korrekturlinse
6- Rasterscheibe
7- Fotowiderstand
8- Elektronikblock
9-Autopilot 

In der Ruderzelle werden die durch den IR Zielsuchlenkkopf erarbeiteten Fehlersignale in Lenkimpulse umgewandelt. Die Auslenkung der Ruder (3) erfolgt durch die im Pulverdruckerzeuger (9) erzeugten Gase, die durch die Rudermaschine (7) reguliert werden (elektromagnetisch). Diese Gase dienen außerdem zum Antrieb eines Turbogenerators (5) zur Sicherstellung der Bord- stromversorgung. Durch den Winkelgeschwindig- keitsgeber wird (1) wird ein Signal zur Schwingungsdämpfung erarbeitet, vom Demo- dulator (2) umgewandelt und gelangt ebenfalls an die Rudermaschinen. Weitere Elemente in der Ruderzelle sind: (4) Schärfungsmechanismus
(zum Scharfmachen des Zünders), (6) Gleich- richter (zu Bordstromquelle) und (8) Steck- anschluß zur Verbindung der Fla-Rakete mit dem  Startmechanismus. 
Gefechtszelle
Die Gefechtszelle enthält das Gefechtsteil, bestehnd aus Gehäuse, Sprengladung und Detonator sowie der Zündeinrichtung. Die Zündeinrichtung besteht aus einer zweistufigen Sicherung, dem Sprengsatz, dem Aufschlagzünder und dem Selbstzerleger.  
Nach Verlassen des Startrohrs:  Aktivierung des Selbstzerlegers und 
Aufhebung der der ersten Sicherungstufe
Nach ca. 140-250 m Aufhebung der der zweiten Sicherungstufe
Aktivierung des Zünders
Triebwerkszelle:
Zur Triebwerkszelle gehören das Start- und das Marschtriebwerk sowie die vier Stabilisatoren. Die Rakete wird nach verlassen des Startrohrs in Rotation versetzt. 

 

 

Ralf Wagner, 2007