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Einsatz in der NVA und im FR-11G-5 und S-60 des FR-14 in Frankenberg bei einer Parade zum 1. Mai (1956-1959) Foto - (50)
Insgesamt muss es in der NVA jedoch deutlich mehr als 250 S-60 gegeben haben. Für den 1.1.1961 gibt ein internes Papier des Warschauer Vertrages den Fehlbestand an 57mm Flak S-60 für die DDR mit 240! Stück an. Damit hätte man 40 Flak-Batterien ausrüsten können. Eine 57mm Flak kostete damals 178.000 Rubel. Der Fehlbestand an Funkmeß-Feuerleitgeräten GSR-9a/SON-9a betrug zu diesem Zeitpunkt 14 Stück (je 402.000 Rubel). Der Umrechnungskurs dieser Aufstellung betrug: ein Rubel =0,56 Mark der DDR.
Auszug aus einem Dokument des WV über den Fehlbestand an relevanter Kampftechnik 1961 (Tabelle: Quellen -36) Nach bisherigen Recherchen waren folgende Truppenteile der NVA mit der 57mm Flak S-60 ausgerüstet :
* zunächst mit 100 mm Flak KS-19 ausgerüstet ** Die Reservedivisionen verfügten 1985 über je ein Flak-Regiment mit 4 Flakbatterien. Funkmeßfeuerleiterät war prinzipiell die RPK-1. Wahrscheinlich verfügten 2 der Reservedivisionen Ende der 80-er über Fla-Raketenregimenter 2K12. (17. MSD und 19.MSD ?)
Der der 57mm Flak-Komplex S-60 wurde ab 1957 im Flakregiment 11 eingeführt. Zunächst wurde nur eine Flakbatterie mit 6x S-60 mit Kommandogerät 6-60 (PUAZO 6-60) und optischen Entfernungsmesser aufgefüllt. 1958 verfügte das FR-11 bereits über 13 S-60 (2 Batterien und 1x für die Regimentsschule) und es begann die Zuführung der Funkmessfeuerleitgeräte GRS-9 (SON-9). 1960 wurde das erste Funkmeßschießen durch das FR-11 mit 92% Erfüllung absolviert. Nach Umgliederung des FR-11 zur FA-11 war eine Batterie mit der ZSU-57-2 und, wie bisher, zwei Batterien mit der Flak S-60 ausgerüstet. Mit der erneuten Umstrukturierung zum Flakregiment 1973 wurden 4 Flakbatterien mit der S-60 ausgerüstet. Während die Geschütze bis 1979 im Bestand blieben, wurde der Bestand der Feuerleitausrüstung und die Zugmittel permanent angepasst. 1966 wurden die Kommandogeräte 6-60 ausgesondert und durch die ungarischen Analog-Rechner E2BD auf Zil-130 abgelöst. Da die NVA Führung jedoch nach wie vor auf die Möglichkeit des Schießens nach optischen Entfernungsmesser bestand, wurde zugleich der optische E-Messer DJa-6 auf Dreibeingestell eingeführt. 1973 erfolgte die Ablösung der Funkmeß- Feuerleitgeräte GSR-9a und der optischen Entfernungsmesser durch die RPK-1N. Bereits 1970 waren die als Zugmittel für die Flakgeschütze eingesetzten LKW G-5 durch Ural 375D und die AT-S (Zugmittel der GSR-9a) durch T-813 abgelöst worden.
Ralf Wagner, 2003 letztes update 02/2005
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